IP-Umstellung der Telekom
IP-Umstellung der Telekom

Informationen über die IP-Umstellung der Telekom

Auf dieser Seite möchte ich Ihnen möglichst verständlich erklären, was es mit dem Schreiben, das Sie von der Telekom betreffend Ihres Telefonanschlusses zur Umstellung auf das IP-Verfahren erhalten haben, auf sich hat und was dies für Sie bedeutet. Gerne dürfen Sie mich bei offenen Fragen telefonisch kontaktieren und selbstverständlich stehe ich Ihnen auch mit Rat und Tat bei der Umstellung Ihres Telefonanschlusses zur Seite.

Wen betrifft die IP-Umstellung der Telekom?

 

Alle Kunden, die bei der Telekom einen Telefon + Internet (Double Play) oder einen Telefon + Internet + Fernsehen (Triple Play) Festnetz- oder ISDN-Anschluss haben, sind von der IP-Umstellung in absehbarer Zeit betroffen und bekommen ein entsprechendes Schreiben von der Telekom. Noch nicht betroffen sind Telekom-Kunden, die einen ganz gewöhnlichen Telefonanschluss mit nur einer Rufnummer ohne Internetzugang haben.

 

 

Was bedeutet IP-Anschluss und warum wird mein Anschluss umgestellt - er funktioniert doch bestens?

 

Das deutsche Telefonnetz besteht heute aus einem mehr als chaotischem Mix aus sogenannten analogen und digitalen Anschlüssen. Der überwiegende Teil der Technik ist veraltet und muss daher nach und nach von der Telekom auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden, um auch zukünftig die zuverlässige Funktion des Telefonnetzes gewährleisten zu können.

 

IP, richtigerweise VoIP genannt, ist eine Abkürzung für den englischen Begriff "Voice over Internet Protocol" und bedeutet, dass damit digital über das Internet telefoniert wird. Viele Anbieter wie 1und1, Vodafone oder O2 haben ihre Netze von Beginn an auf dieser Technik aufgebaut, bieten neben Telefonie und Internet auch den Empfang von Fernsehprogrammen auf ihren Anschlüssen an. Da die Telekom aber schon viel länger existiert und vor vielen Jahren mit analoger Technik begonnen hat, kommt sie nun nicht mehr umhin ihr Telefonnetz umzustellen.

 

 

Muss ich Angst haben, dass ich Morgen nicht mehr telefonieren kann?

 

Nein, keine Sorge! Zunächst erhalten Sie ein 6-seitiges Schreiben, in dem Sie über die geplante Umstellung Ihres Anschlusses informiert werden. Etwa 4 Wochen später erhalten Sie von der Telekom die fristgerechte Kündigung Ihres Anschlusses und werden darin gebeten, sich mit der Telekom wegen eines neuen Vertrages in Verbindung zu setzen. Melden Sie sich auch dann noch nicht bei der Telekom, erhalten Sie nach den Aussagen der Telekom noch 2 Erinnerungen bevor Ihr Anschluss abgeschaltet wird.

 

 

Ist der neue Anschluss besser als mein alter Anschluss?

 

Der größte Vorteil der IP-Technik liegt im schnelleren Internet. Das hat ganz einfach damit zu tun, dass die Telekom jetzt Zug um Zug die analogen Anschlüsse, die eine große Bandbreite in den Telefonkabeln belegen, durch digitale Anschlüsse ersetzt. Diese frei werdenden Kapazitäten sorgen dafür, dass die Daten (Sprache, Internetdaten und Fernsehbilder) dann schneller über das Kabelnetz übertragen werden können.

 

Mit dem alten Anschluss musste man z.B. zum Einrichten von Rufumleitungen oder Abhören des Anrufbeantworter mit schwer zu merkenden Tastenkombinationen navigieren. Bei den IP-Anschlüssen geht das einfach und schnell über sogenannte Apps. Ebenso ist z.B. mit der "Home Talk App" möglich, das Smartphone Zuhause als ganz normales Telefon einzubinden und über das Festnetz zu telefonieren oder Anrufe entgegen zu nehmen. Wer will, kann auch weitere Funktionen wie Faxen, Mailen oder Bilder teilen optional und gegen Aufpreis jederzeit hinzubuchen. 

 

Die Sprachqualität bei der Telefonie wird nahezu perfekt, wenn Anrufer und Angerufener über einen IP-Anschluss (= VoIP-Anschluss) verfügen und die Endgeräte für "HD-Voice" ausgerüstet sind. Auch Interessant ist die zubuchbare "Magenta SmartHome App", mit der sich nach Kauf von verschiedenen Hardwarekomponenten nahezu das ganze Haus wie Licht und Heizung aus der Ferne steuern lässt.

 

 

Es gibt keine Nachteile? Doch!

 

Der wohl größte Nachteil der IP-Anschlüsse ist, dass das Telefon bei Stromausfall nicht mehr funktioniert. Das kennen wir ja schon vom Internet. Auch wenn das Internet einmal gestört ist (das kennen wir alle auch), dann ist auch das Telefon gestört. Ist der bei Ihnen montierte sogenannte "Router" defekt oder vom Stromnetz getrennt, dann funktioniert auch das Telefon nicht mehr.

 

Von Seiten der Telekom ist dieses Problem aber gar kein Problem. In Ihrem Kundenmenü bei der Telekom wird dazu eine Rufnummer hinterlegt, an die, bei welcher Störung Ihres Anschlusses auch immer, alle Anrufe weitergeleitet werden. Wer kein Smartphone hat, auf das er in solchen Störungsfällen die Anrufe weiterleiten kann, der muss sich damit begnügen, dass die SprachBox bei der Telekom anspringt und die Anrufe wie der gute alte Anrufbeantworter aufzeichnet und dann später von Ihnen abgehört werden kann.

 

Ganz sicher werden sich in den nächsten Jahren noch viele Kunden über eine zeitweise schlechte Übertragungsqualität ärgern. Diese werden sich bis zum kompletten Ausbau des Glasfasernetzes überwiegend dann bemerkbar machen, wenn das Netz überlastet ist. Man kennt es ja bereits aus früheren Zeiten von den Handy-Netzen an Silvester: Jeder kommt in der gleichen Minute auf die Idee, Silvestergrüße versenden zu müssen. Die Folge ist ein überlastetes Netz, bei dem einzelne Bits und Bytes beim telefonieren einfach untergehen, was sich dann in Stottern oder Echos bemerkbar machen kann.

 

Probleme kann es aber auch bei bisher genutzten Endgeräten wie z.B. einem eingerichteten Hausnotruf oder einem Faxgerät, das kein VoIP unterstützt geben. 

Daran erkennen Sie, ob Ihr Telekom-Anschluss von der IP-Umstellung betroffen ist

Variante 1: Wenn Ihr Telefon direkt in die Anschlussdose der Telekom eingesteckt ist, dann haben Sie einen analogen Telefonanschluss. Diese Anschlüsse sind aktuell nicht von der IP-Umstellung betroffen.

 

Es gibt verschiedene Ausführungen dieser Anschlussdosen: Mit einer Buchse und wie auf dem Foto mit drei Buchsen, wobei an die linke Buchse direkt ein Telefax eingesteckt werden kann. Wenn Ihr Telefax oder Telefon also direkt in der Telekom-Anschlussdose eingesteckt ist, besitzen Sie einen rein analogen Anschluss ohne Internet und sind somit nicht betroffen.

 

Sicherlich werden auch solche Anschlüsse von der Telekom in den nächsten Jahren auf IP umgestellt, aktuell ist es jedoch noch kein Thema. 

Variante 2: Wenn im Bereich Ihrer Telefondose zwei weitere Geräte wie auf dem Foto links installiert sind, dann haben Sie einen sogenannten ISDN-Anschluss mit DSL-Internetzugang.

 

Diese Anschlüsse sind von der IP-Umstellung betroffen.

 

Auf der rechten Seite sehen Sie die Anschlussdose der Telekom. In diese ist ein sogenannter Splitter eingesteckt. In diesem Splitter wird das DSL-Internetsignal und das ISDN-Telefonsignal voneinander getrennt. In diesen Splitter ist unten ein Computer oder ein Router mit einem Kabel eingesteckt. Der ganz linke Kasten ist der sogenannte NTBA, der die ISDN-Signale für Sprache und Daten verarbeitet. In diesem NTBA ist unten entweder ein ISDN-Telefon, eine ISDN-Telefonanlage oder eine Verbindung zur ISDN-Karte Ihres Computers eingesteckt.

 

Bei der Umstellung fallen der Splitter und der NTBA ersatzlos weg, da sie für die VoIP-Technik nicht mehr benötigt werden. Wird Ihr Anschluss auf IP umgestellt und möchten Sie Ihre ISDN-Geräte wie Telefon oder Fax weiter verwenden, benötigen Sie entweder einen Router mit ISDN-Ausgang (z.B. FritzBox 7390 oder 7490 aber auch Speedport W921V oder W922V) oder einen speziellen Adapter für ISDN-Geräte am IP-Anschluss (auf dem freien Markt oder bei der Telekom zu beziehen).

Variante 3: In Ihrer Telekom-Anschlussdose ist ein kleines Kästchen, der sogenannte Splitter eingesteckt. In diesem Splitter ist ein Router (z.B. ein Speedport Router der Telekom) eingesteckt, an den wiederrum Ihr Telefon angeschlossen oder Ihre Funktelefone angemeldet sind.

 

Diese Anschlüsse sind von der IP-Umstellung betroffen.

 

Bei der Umstellung fällt der Splitter ersatzlos weg. Je nach Router kann dieser nach einer Umstellung auf IP weiter verwendet werden. Ob Ihr Router dafür geeignet ist, muss man beim Hersteller oder anhand der Unterlagen herausfinden.

So gehen Sie Schritt für Schritt vor, wenn Sie von der IP-Umstellung betroffen sind

Wenn Sie von der Telekom bezüglich einer bevorstehenden IP-Umstellung angeschrieben wurden, können Sie nicht darauf bestehen, dass Sie Ihren alten analogen Anschluss behalten dürfen. Die Telekom nennt in diesem Schreiben zwei Möglichkeiten, zu denen Sie wechseln können. Das ist der IP-Anschluss M oder der IP-Anschluss L. Dieses sind einfach gesagt zwei verschiedene Pakete die Sie buchen können. "M" steht für mittelschnelles Internet und "L" für schnelles Internet. Verschwiegen wird in dem Schreiben, dass es auch noch ein günstigeres, weil langsameres "S" Paket im Angebot der Telekom gibt.

 

Sie haben nun 2 Möglichkeiten:

  1. Sie geben bei der Telekom die Umstellung zu den im Schreiben genannten Preisen in Auftrag
  2. Sie prüfen die Preise anderer Anbieter wie 1und1 oder Vodafone und überlegen sich, ob Sie die Umstellung nicht gleich für einen Anbieterwechsel nutzen möchten.

Aktuelle Preisbeispiele (Stand 11.2016/Quelle: Internet):

 

Telekom:     3GB Highspeed-Volumen bis 50 MBit/s = Paket M für € 35,96/Monat

1und1:         Unbegrenzt Highspeed-Volumen bis 50 MBit/s = Paket DSL 50 für € 16,99/Monat im 1.Jahr (€ 29,99/Monat im 2.Jahr)

Vodafone:  Unbegrenzt Highspeed-Volumen bis 50 MBit/s = Paket Red Internet & Phone 50 DSL € 19,99/Monat im 1.Jahr (€ 34,99 ab dem 2.Jahr)

 

Wie man sieht, kann man sich einen Wechsel zu einem anderen Anbieter mit dem Argument der Ersparnis durchaus vorstellen.

Bestellen Sie bei dem gewünschten Anbieter Ihren IP-Anschluss. In wenigen Tagen erhalten Sie je nach Anbieter die notwendigen Unterlagen zur Einrichtung sowie den Tag genannt, an dem Ihr Telefonanschluss umgestellt wird.

 

Prüfen Sie schon vor dem Tag der Einrichtung, ob Ihr vorhandener Router auch wirklich das VoIP-Verfahren unterstützt. Dies können Sie im Internet Googeln oder Sie lesen sich die Anleitung Ihres vorhandenen Routers durch. Wenn Ihr Router VoIP nicht unterstützt, müssen Sie einen neuen Router kaufen oder diesen alternativ bei Ihrem Anbieter mieten.

Am Tag der Umstellung ziehen Sie alle Geräte von der Telefondose ab (Splitter, NTBA) und verbinden Ihren Router direkt mit der Telefon-Anschlussdose sowie Ihr Telefon, Faxgerät und PC mit dem Router.

 

Jetzt muss Ihr Router noch richtig auf VoIP eingestellt werden. Da dies je nach Anbieter und Router unterschiedlich vonstatten geht, kann ich hier leider keine Anleitung geben. Wichtig ist jedoch bei jeder Neueinrichtung, dass nach der Einrichtung ein beliebiger Anschluss angerufen werden muss, damit Ihr neuer Anschluss aktiviert wird. Unterlässt man diesen Anruf, dann dauert es in der Regel 1 Tag bis der Anschluss automatisch freigeschaltet wird.

Was, wenn Ihnen diese Anleitung auch nicht weiter hilft und Sie nur Bahnhof verstehen?

Zugegeben, das Thema IP-Umstellung ist keine leichte Kost. Es hat viele Stunden des Einlesens in Anspruch genommen, bis ich selbst die verschiedensten Fallstricke, die einem bei der Einrichtung zum Verhängnis werden können, lösen konnte. Die von der Telekom veröffentlichten Videos zur IP-Umstellung sehen auf den ersten Blick problemlos und unkompliziert aus. Aber leider ist es wie so oft im Leben: Die Praxis unterscheidet sich meist von der nackten Theorie.

 

Ich helfe Ihnen mit meinem Hausmeisterservice gerne bei der Umstellung Ihres Telefonanschlusses. Dabei gehen wir am besten wie folgt vor:

  1. Sie rufen mich einfach an (07123) 972 621 9 und wir vereinbaren einen Termin bei Ihnen Zuhause
  2. Bestandsaufnahme: Ich schaue mir Ihre Komponenten an und wir klären, was Sie davon weiter verwenden können
  3. Bedarfsklärung: Wir klären gemeinsam was Sie tatsächlich benötigen. Schnelles oder mitteres Internet usw.
  4. Wir unterhalten uns darüber, ob Sie bei der Telekom bleiben oder den Anbieter wechseln möchten
  5. Wir erstellen gemeinsam den Auftrag zur Umstellung (oder Wechsel) Ihres Telefonanschlusses
  6. Wird ein neuer Router benötigt, besorge oder empfehle ich Ihnen gerne einen geeigneten Router
  7. Am Tag der Umstellung richte ich Ihren Router ein und nehme Ihr Telefon für Sie in Betrieb

Anrufen

E-Mail

Anfahrt