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So bekämpfen Sie den Buchsbaumzünsler

Buchshecken und Buchsbaumkugeln sind in deutschen Gärten weit verbreitet und waren die letzten Jahrzehnte sehr beliebt. Sie sind immergrün, anspruchslos in der Pflege, gedeihen auf fast allen Böden und sie lassen sich ohne Probleme in die wildesten Formen trimmen.

 

Inzwischen ist der gewöhnliche Buchsbaum jedoch vom Aussterben bedroht. Nicht weil er den Gartenbesitzern nicht mehr gefallen würde, sondern weil sich eine kleine Raupe Namens Buchsbaumzünsler an ihm zu schaffen macht. Der Zünsler ist in der Lage, eine ganze Hecke innerhalb weniger Monate komplett kahl zu fressen und den Buchsbaum absterben zu lassen.

Aus dem satten Grün der Buchsbaumblätter werden braune, abgefressene Blattreste und zum Schluss eine dörre Hecke, die auch noch typisch nach den Hinterlassenschaften des Zünslers riecht.

 

Eine Hecke wie im rechten Bild zu sehen, ist nicht mehr zu retten. Hier hat der Zünsler, nachdem ihm das geliebte Blattwerk ausgegangen ist, die Rinde der einzelnen Blattstiele abgeschabt - das Todesurteil für jede Buchsbaumhecke und Buchsbaumkugel.

 

Was also kann man tun, damit es erst gar nicht so weit kommt?

 

Schritt 1: Regelmäßige Kontrolle auf Zünslerbefall

Bereits im Frühjahr, wenn die Temperaturen konstant über 7 Grad liegen, schlüpfen die ersten Zünsler Raupen aus ihren Eiern, in denen sie überwintert haben. Die Raupen durchlaufen bei Außentemperaturen von ca. 15 Grad in etwa 10 Wochen bis zu sieben Larvenstadien. Danach verpuppen sich die Raupen in Kokons und entwickeln sich nach ca. einer Woche zu nachtaktiven Faltern, die wiederum bis zu 150 Eier an den Blättern des Buchsbaums ablegen. Das Spiel beginnt von Neuem.

 

Bekämpfen lassen sich nur die blattfressenden Raupen. Der entwickelte Schmetterling hat nur eine Lebenserwartung von ca. 9 Tagen, die er zur Eiablage nutzt. Daher sucht man seinen Buchsbestand am besten wöchentlich nach verräterischen Spuren des Zünslers ab. Dies sind zum einen angefressene Blätter und kleine grüne Kothäufchen, kleine Kügelchen, die sich zwischen den Ästen auftürmen. Haben Sie einen solchen Kothaufen gefunden, dann werden Sie ein paar Zentimeter weiter oben auch garantiert einen Zünsler beim Fressen entdecken, folgen Sie einfach dessen Hinterlassenschaften.

Schritt 2: Bekämpfung des Zünslers durch Spritzen des Buchsbaumes

Wenn Sie den Zünsler frühzeitig entdeckt haben, lässt sich dieser wirkungsvoll mit verschiedenen Spritzmitteln bekämpfen. Als sehr zuverlässig haben sich in der Praxis die biologischen Produkte Neemöl (Niemöl) oder Xentari Raupenfrei von Neudorff erwiesen. Allerdings, so meine Erfahrung, braucht es bei einem Befall meist 2 Spritzungen im Abstand von ca. 10 Tagen, um dem Zünsler endgültig das Handwerk zu legen.

 

Doch leider ist es damit alleine nicht getan. Wenn man bedenkt, dass es in einem Gartenjahr bis zu vier Zünslergenerationen geben kann und Zünsler-Falter auch von Nachbars Garten einfliegen und neue Eier in den eigenen Buchsbaum schleppen wird klar, dass man seinen Buchsbaumbestand ca. 3-4 Mal im Jahr spritzen muss.

 

Kleine Buchsbäume, Buchskugeln und Mini-Hecken lassen sich so eigentlich ganz gut Schädlingsfrei halten. Richtig schwierig und teuer wird dies bei großen Hecken. Da es sich bei den Spritzmitteln um Fraßgift handelt, muss das Mittel möglichst auf alle Blätter des Buchsbaumes kommen. Dass dies bei großen Hecken fast unmöglich ist wird jedem einleuchten. Aus diesem Grunde trennen sich viele Gartenbesitzer mehr und mehr von ihren guten alten Buchsbaumhecken.

Alternative: Den Buchsbaum auf Stock setzen

Ist ein Buchsbaum stark befallen oder ist er so groß, dass ein regelmässiges Spritzen unwirtschaftlich erscheint, so kann man den Buchsbaum alternativ bis fast auf den Boden zurück schneiden (auf Stock setzen). Bei diesem Schnitt lässt man ein paar Stummel stehen und achtet darauf, dass sich daran noch ein paar Augen befinden, die in kürzester Zeit wieder austreiben werden. Im linken Bild sehen Sie eine ehemals große Buchsbaumkugel, die einen Durchmesser von ca. 1,6 Meter hatte. Das Bild ist 2 Jahre nach dem Rückschnitt entstanden.

 

Zwar braucht ein so gestutzter Buchs einige Jahre bis er seine stattliche Größe wieder erreicht, die Methode hat aber entscheidende Vorteile:

  • man muss sich nicht von seinem Buchsbaum trennen
  • der über Jahre kleine Busch kann leicht auf einen Befall hin überprüft und mit wenig Aufwand gespritzt werden
  • man erspart sich die Rodung der weit verzweigten Wurzeln eines Buchsbaumes für eine Neuanpflanzung.

Beratung, Spritzungen und Rodung durch meinen Hausmeisterservice

Brauchen Sie Hilfe beim Kampf gegen den Buchsbaumzünsler? Gerne stehe ich für eine Besichtigung, eine ausführliche Beratung, regelmäßige Spritzungen und auch für eine Rodung Ihrer Buchsbaumhecke zur Verfügung. Ein Anruf genügt.

 

 

Fotos (c) Haus und Garten Services, veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung meines Kunden


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